Medienimpulse: Nähe(n) und Distanz(en) in Zeiten der COVID-19-Krise

5. Juli 2020

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Medienimpulse (Jahrgang 58, 02/2020) ist das ZLI in mehrerlei Hinsicht beteiligt. Nina Grünberger und Klaus Himpsl-Gutermann betreuen im Redaktionsteam das Praxis-Ressort, Nina war darüberhinaus als Gastherausgeberin am Call der Sonderausgabe beteiligt. Außerdem wurden drei Praxisbeiträge seitens der PH Wien selbst beigesteuert.

Der erste Beitrag entstand aus einem Service-Learning-Studierendenprojekt, das von Nina co-betreut wurde (zu unseren Service-Learning-Aktivitäten siehe hier). Wir zitieren aus dem Editorial: „Altersgerechte Online-Lernangebote für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe während der Corona-Pandemie diskutieren mit ihrem Beitrag Valerie Schulte, Viktoria Janker, Deborah Kaiser, Anna Profous und Fabian Scherer. Da die COVID-19-Pandemie seit März 2020 das gesellschaftliche und private Leben auf globaler Ebene bestimmte, war insbesondere der Bildungsbereich durch die gesetzlichen Einschränkungen betroffen. Während der Bildungsbetrieb ab der Sekundarstufe sowie der Hochschullehrbetrieb bereits vor der Corona-Pandemie teilweise unter Verwendung digitaler Hilfsmittel erfolgte, hinkte der Primarstufenbereich der ‚Digitalisierung‘ stark hinterher. Die Autorinnen und Autoren betonen deshalb, dass gerade für diesen Kontext spezifische Hilfestellungen nötig sind. Eine davon ist die hier präsentierte und diskutierte Website Homeschooling4kids, welche am 6. April 2020 online ging (siehe auch hier). Diese auf Kinder der Primarstufe und dem österreichischen Lehrplan der Primarstufe abgestimmte Lernplattform wurde innerhalb von drei Wochen von Studierenden entwickelt und steht den Leserinnen und Lesern der MEDIENIMPULSE nach wie vor zur Verfügung.“

Der zweite Beitrag stammt von Thomas Strasser aus dem ZLI-Team, der im Auftrag des BMBWF Schulfernsehbeiträge des ORF mediendidaktisch betreute und seine Erfahrungen zusammengefasst hat. Wiederum aus dem Editorial: „Thomas Strasser stellt in der Folge mit seinem praktischen Beitrag eine Sofa-Sendung-Summary und resümiert so die ORF-Freistunde ebenfalls in Zeiten des home schooling und der COVID-19-Krise. Denn der Österreichische Rechtliche Rundfunk (ORF) gestaltete in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und der Pädagogischen Hochschule Wien die „ORF-Freistunde“, ein TV-Format, das Bildungsinhalte für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe in Zeiten des Lock-downs zur Verfügung stellte. Dieser Beitrag schildert die Entstehungsgeschichte, Durchführung und lessons learned dieses Bildungsangebotes. Strasser betont dabei, dass beim Bildungsfernsehen immer noch mehr geht: Es kann immer mehr Abwechslung, Methodenvielfalt und adressatengerechte nonlean-back-Formate geben, wenn es darum geht, kanonrelevante Artefakte zu vermitteln bzw. gemeinsam zu erarbeiten. Abschließend betont der Autor, dass es um das Primat des didaktischen Designs geht, dass sich aus medien-pädagogischer Sicht kontinuierlich verbessern muss.“

Der dritte Beitrag stammt aus der schulischen Praxis in Wien Favoriten: „Die COVID-19-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen im Bildungswesen haben auch Erich Schönbächler, Klaus Himpsl-Gutermann, Nina Grünberger, Sonja Macher und Susanna Jilka herausgefordert, neue unterrichtspraktische Konzepte der Beziehungsarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden zu entwickeln. Ihr Beitrag rundet das Ressort Praxis ab, indem die Tendenzen aus ersten CO-VID-19-Schul-Umfragen im deutschsprachigen Raum aufgegriffen werden, wonach Lernende aus soziokulturell und ökonomisch benachteiligten Familienverhältnissen beim Distance Learning im Vergleich zu anderen Schülerinnen und Schülern zurückzufallen drohen.Die Autorinnen und Autoren präsentieren deshalb zwei Praxisbeispiele aus Schulen der Sekundarstufe 1, die exemplarisch zeigen sollen,welche Ansätze Lehrkräfte dort nach dem Shutdown im März 2020 gewählt und welche Erfahrungen sie – aus subjektiver Perspektive geschildert – gesammelt haben.“

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