Youth Hackathon: Projektevaluierung

12. November 2018

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Die Sieger*innenspiele des Youth Hackathon wurden im Oktober bei einem festlichen, prominent besetzten Event im Ministerium für Digitalisierung & Wirtschaftsstandort prämiert.

Die Jugendlichen selbst standen auf der Bühne, co-moderierten den Abend und sprachen über ihr Projekt. Valid, 3. Klasse NMS über die Zielsetzung des Hackathons: „Eigene Ideen haben und im Team umsetzen – Technik verwenden, um selbst Dinge zu tun und selbst gestalten und sehen, was mit Technik alles möglich ist.“

 

Der Youth Hackathon ist ein Workshop Konzept für die Sekundarstufe 1, entwickelt von DaVinciLab und evaluiert vom ZLI. Zwei Trainerinnen kommen für einen Vormittag in eine Schulklasse und begleiten Jugendliche beim Entwickeln von Game Design und Programmieren von Mini Games mit Scratch.

Auf der Konferenz future and reality of gaming – f.r.o.g. im Oktober im Wiener Rathaus präsentierte Katharina Mittlböck unsere aus Beobachtungen und Interviews gezogenen Erkenntnisse:

Der Youth Hackathon ist ein good practice Beispiel, der als Impuls von außen Neues in Schulen anstoßen kann. Er eignet sich sehr gut, um im Rahmen der Digitalen Grundbildung, die seit diesem Schuljahr verbindliche Übung in der Sekundarstufe 1 ist, den Bereich Computational Thinking abzudecken. Um nachhaltige Lernprozesse anzustoßen und um höhere innere Differenzierung zu ermöglichen, ist breitere Implementierung in den Unterricht sinnvoll. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf inklusive und gendersensible Settings gelegt werden.

Im Rahmen des Begleitkurses #digigrubi, der im September 2018 an der PH Wien als Fortbildung mit jeweils drei Lehrer*innen von 40 Schulen gestartet ist, gibt es daher die Möglichkeit, den Youth Hackathon begleitet an der eigenen Schule durchzuführen. Dazu werden exemplarische fächerübergreifende Unterrichtsszenarien, die das Programmieren vor- und nachbereiten, zur Verfügung gestellt. Beispielsweise wird dazu angeleitet, in einer Vorphase im Sprachenunterricht mit twine „games-taugliche“ Geschichten zu schreiben oder in Bildnerischer Erziehung Avatare zu gestalten. Darauf folgt der eigentliche Spielprogrammierworkshop. Und in einer Nachphase wird das Spiel präsentiert und der kollaborative Prozess reflektiert. Dort, wo Bedarf festgestellt wird, können Schüler*innen beispielsweise Videotutorials produzieren, die nicht nur wertvolle Open Educational Ressources für die Community sind, sondern auch durch eigenständiges didaktisches Aufbereiten den Transfer des Gelernten sichern sollen.

Und was tut sich sonst noch rund um den Youth Hackathon?

  • Gemeinsam mit dem DaVinciLab reichte das ZLI bei der Innovationsstiftung ein Projekt zu den OER-Unterrichtsmaterialien zum Youth Hackathon und deren konzeptueller Einbindung ein.
  • An einer Vorstufe des Youth Hackathon für jüngere Kinder soll im Hochschullehrgang Digitale Medienbildung in der Primarstufe an der PH Wien, der sich an Pädagog*innen der Elementar- und Primarstufe richtet, gearbeitet werden.

Und mit dem Youth Hackathon 2.0 geht DaVinciLab in eine zweite Runde, diesmal österreichweit.

Also wie gesagt: nach dem Projekt ist vor dem Projekt … stay tuned, wir halten Euch am Laufenden!

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