Patterns, Patterns Everywhere

5. Oktober 2015

Am 10. September 2015 fand an der PH Wien ein vom ZLI organisierter Pattern Mining Workshop unter dem Titel

Workshop-Teilnehmer/innen nach dem erfolgreichen "Element Mining" bzw. "Visual Clustering"

Workshop-Teilnehmer/innen nach dem erfolgreichen „Element Mining“ bzw. „Visual Clustering“

Patterns, Patterns Everywhere: Didaktische Entwurfsmuster für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien statt. In insgesamt vier Workshop-Blöcken widmeten sich 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgenden Fragen:

  1. Welche Faktoren sollten kumulativ erfüllt sein, damit innovative Lehr-Lern-Kulturen an Schulen nachhaltig implementiert werden können?
  2. Wie können Lehrerinnen und Lehrer ihren bisherigen Unterricht mit Hilfe digitaler Medien ändern?
  3. Wie kann diese Änderung den Unterricht verbessern und dabei das Lernen der Schülerinnen und Schüler unterstützen („Lernwege eröffnen“, „Lernwege begleiten“, „Lernwege kooperativ gestalten“ und „Lernwege visualisieren und reflektieren“)?

Der erste Vormittagsblock stand unter dem Motto „Give your mind a hand“: Mit Hilfe von LEGO®-Bausteinen versuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Modelle von innovativen Lehr-Lern-Kulturen zu bauen: Wie sieht eine Lehr-Lern-Kultur aus, die es möglich macht, Schule und Unterricht nachhaltig zu verändern? Welche Rolle können dabei digitale Medien spielen, welche nicht? Welche Rollen werden Lehrer/innen und Schüler/innen zugedacht? Wie müssen sich Lehren und Lernen verändern, um zu einer nachhaltigen Verbesserung der gegenwärtigen schulischen und unterrichtlichen Situation beizutragen?

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Nach der Erläuterung und Diskussion der innovativen Modelle sowie einer Kurzeinführung in den Muster-Ansatz von Christopher Alexander durch Reinhard Bauer vom ZLI ging es ans sogenannte Element Mining. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schilderten Beispiele aus der eigenen Erfahrung (Good Practice), die auf Post-its notiert wurden, um in den späteren Arbeitsphasen, v.a. im Zuge des Clusterns sowie der Beschreibung der Muster (Pattern Writing) auch wirklich rekonstruiert werden zu können. Alle Assoziationen zu einem beschriebenen Szenario wurden ebenfalls auf Post-its festgehalten.

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Auf das Element Mining folgte ein kurzes Re-Mining, wo es darum ging, mögliche Lücken zu identifizieren bzw. noch weitere Assoziationen zu ergänzen. Der Re-Mining-Prozess mündete  schließlich in die letzte und wohl schwierigste Arbeitsphase des Workshop-Tages: das Visual Clustering. Um den Prozess zu erleichtern, wurde auf die Muster Deep Connections (Suchen Sie nach Ähnlichkeiten in Hinblick auf Problem und Umfeld, weniger in Hinblick auf Lösung und Handlungen zwischen den einzelnen Post-its. Die Frage sollte lauten: Warum ist diese Notiz von Bedeutung?), Dyadic Comparision (immer 2 Notizen müssen auf ihre Beziehung hin verglichen werden), Balance the Islands (Sollten die Notizen in einer Gruppe, einer sogenannten „Insel“ zu spezifisch sein, muss nach allgemeineren Bezeichnungen gesucht werden, die diese Gruppe präsentieren), Plain Labels (Bezeichnen Sie die Inseln mit einem aussagekräftigen Verb) von Takashi Iba (vgl. Holistic-Pattern-Mining-Ansatz von Iba & Isaku, 2012) zurückgegriffen, d.h. die Beziehungen (Überschneidungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede von Eigenschaften, Nähe etc.) der Notizen zueinander wurden erarbeitet.

In einem für kommenden November geplanten Folge-Workshop sollen die in Gruppen zusammengefassten Notizen auf den Post-its („Inseln“) in Kleingruppen in das Beschreibungsformular übertragen werden. Daraus ergibt sich dann ein erster Muster-Entwurf, zu dem es in der Folge in Form von Writer’s Workshops Feedback gibt.

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