Nachlese: 3. Tag der Lehre an der FH St. Pölten

21. Oktober 2014

Am 16.10.2014 fand der vom Service- und Kompetenzzentrums für Innovatives Lehren & Lernen (SKILL) der FH St. Pölten organisierte dritte Tag der Lehre unter dem Motto „Lernraum der Zukunft: Neue Technologien – Kollaboration – Personalisierung“ statt. Das Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI) beteiligte sich mit einem Beitrag im Track zu innovativen Werkzeugen und Lernszenarien.

Im Zentrum des Vortrags„Didaktische Entwurfsmuster und E-Portfolio-Arbeit: Theoretisches Konzept und praktische Erfahrungen mit Mustern für individuelles, reflektierendes und kollaboratives Lernen“ stand nicht nur eine Einführung in das theoretische Konzept didaktischer Entwurfsmuster zur Arbeit mit E-Portfolios anhand ausgewählter Muster, sondern auch ein Erfahrungsbericht zu einem E-­Portfolio-­Projekt im Fach Deutsch mit dem Schwerpunkt „Foto und Film“.

Für die Umsetzung des E-Portfolio-Projekts wurde die von Reinhard Bauer und Peter Baumgartner 2012 veröffentlichte Sammlung von Mustern zur Arbeit mit E-Portfolios herangezogen. 23 von diesen Mustern stehen in einem direkten Zusammenhang mit Handlungen, die individuelles, reflektierendes und kollaboratives Lernen ermöglichen. Sie unterstützen Lernende beim Aufbau ihres E-Portfolios („Mein persönliches Lernarchiv“), helfen beim Dokumentieren, Kommentieren und Reflektieren persönlicher Lernfortschritte („Mein Spiegel“) und begünstigen formale wie informelle Lernaktivitäten zwischen den Peers („Meine FreundInnen“). Die E-Portfolios der Lernenden wachsen so zu persönlichen Lernumgebungen heran. Die angeführten Muster strukturieren diese virtuellen Lernräume und tragen zu einem effizienten Austausch über (Entwurfs-)Probleme und deren Lösungen im Zuge der E-Portfolio-Arbeit bei.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit Fotografie und Film sowie die Reflexion dieser Arbeit in Form von elektronischen Lernjournalen und Feedback-Schleifen – sowohl durch die Lehrenden als auch die Peers – wird den Lernenden die Möglichkeit geboten, ihre visuelle Kompetenz zu erweitern. Am Ende stehen die Sehkompetenz, verstanden als Lesen-Können von eigenen Bildern und jenen der anderen, sowie die Ausdruckskompetenz, verstanden als Protokollieren-Können von Gesehenem.

Neben der Möglichkeit, eigene Forschungsergebnisse und Praxiserfahrung mit anderen zu teilen, bot der 3. Tag der Lehre jedoch auch interessante Impulse bzw. mögliche Anknüpfungspunkte für die Organisation der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) im Rahmen der PädagogInnenbildung NEU ab dem Studienjahr 2015/16. Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich die Keynote von Prof. Dr. Jürgen Handke (Universität Marburg), der über die Digitalisierung der Hochschullehre und die Rolle, die das „Inverted Classroom Model“ dabei spielen kann, sprach.

Eine Dokumentation zum 3. Tag der Lehre an der FH St. Pölten findet sich hier.

Anhang:
Präsentationsfolien von Reinhard Bauer

Foto: Wolfgang Gruber, FH St. Pölten (SKILL), http://tinyurl.com/mvad4oz (abgerufen am 24.10.2014)

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