E-Portfolios in der Schulpraxis: Koordinationsgespräch in Melk

27. November 2014

Am Mittwoch, den 26.11.2014, fand am Campus Melk der PH Niederösterreich ein Koordinationsgespräch zum Einsatz von E-Portfolios in der Schulpraxis statt. Der Einladung von Peter Groißböck (PH NÖ) und Gerhard Brandhofer (PH NÖ) folgten Stefan Germany (PH NÖ), Ernst Artner (PH NÖ), Walter Haselberger (Hochschule für Agrar und Umweltpädagogik) sowie Reinhard Bauer (PH W). Im Mittelpunkt des Treffens stand v. a. der Austausch über bisherigen Erfahrungen mit der Open-Source-Software Mahara in den Schulpraktischen Studien.

Im Verlauf des Gesprächs und der Diskussionen manifestierte sich der Eindruck, dass die Arbeit mit E-Portfolios und der Einsatz von Mahara an allen drei Hochschulen ziemlich ähnlich verläuft: Die Studierenden nutzen ihre E-Portfolios v. a. dazu, ihre Unterrichtsvorbereitungen in Form von Word- oder PDF-Files zu dokumentieren. Wird zur Beschreibung des Status quo das Konzept der Reflexiven Praxis von Gerd Bräuer (vgl. „Das Portfolio als Reflexionsmedium für Lehrende und Studierende“) herangezogen, so wird klar, dass sich der Großteil der (E-)Portfolio-Arbeit damit auf der Ebene der Primärreflexion (also dem Beschreiben und Dokumentieren von Erfahrungen in der Schulpraxis) abspielt.

Das Zentrum für Lerntechnologie und Innovation (ZLI) überlegt deshalb, auf der Grundlage des an der PH Wien bereits sehr erfolgreich durchgeführten Forschungsprojektes „Die Rolle des kompetenzorientierten Lernens im Kontext der ePortfolioarbeit am Beispiel der Schulpraktischen Studien an der Pädagogischen Hochschule Wien – Mahara als technischer Hindernislauf oder supportive methodische Perspektive?“ (Projektleitung: Mag. Dr. Thomas Strasser) und des Konzepts von Gerd Bräuer an der PH Wien einen Antrag für ein Entwicklungs- bzw. Forschungsprojekt zu E-Portfolios und reflexivem Schreiben in der Schulpraxis einzubringen. An der Skizzierung der Projekt-Idee wird bereits gearbeitet.

Die Ergebnisse des Melker Koordinationsgespräches in Kürze:

  • halbjährliche Treffen mit formellem Austausch,
  • gemeinsame Publikation(en),
  • Dokumentation der E-Portfolio-Arbeit an den drei PHs für den LSR bzw. SSR,
  • Auseinandersetzung mit Bräuers Konzept der Reflexiven Praxis im Kontext des Einsatzes von E-Portfolios in den Schulpraktischen Studien,
  • Beschreibung der Anforderungen an ein E-Portfolio in der Schulpraxis,
  • Entwicklung von entsprechenden Aufgaben und damit verbundenen Beurteilungskriterien,
  • Entwicklung von E-Portfolio-„Templates“ für die Schulpraktischen Studien,
  • Überlegungen in Hinblick auf das Hosting einer Mahara-Instanz im Bundesrechenzentrum (vgl. edumoodle), die für alle Schulen kostenfrei nutzbar wäre,
  • Überlegungen zur Erstellung eines MOOC zur Arbeit mit E-Portfolios.

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