E-Portfolio-Experte aus der Schweiz an der PH Wien

21. Oktober 2015

Von Montag 19. bis Mittwoch 21. Oktober 2015 besuchte Dominique-Alain Jan aus Nyon in der Schweiz auf Einladung von Thomas Strasser und Klaus Himpsl-Gutermann die PH Wien.

dominique_neu

 

Dominique-Alain Jan ist ein international weit gereister E-Portfolio-Experte (vor allem Australien, Neuseeland, Großbritannien, Frankreich) und fasst derzeit seine vielfältigen Erfahrungen in seiner Dissertation über die Nachhaltigkeit von E-Portfolios zusammen. Nach einem Impuls-Vortrag über seine Arbeit stellten Klaus Himpsl-Gutermann und Petra Szucsich zu Beginn des Besuches am Montag die E-Portfolio Initiativen des ZLI (KidZ-Studie, Europortfolio Austrian Chapter, Entwicklungsprojekte an der PH, Fortbildungsprogramme) vor.

An den beiden anderen Tagen führte Dominique-Alain Jan Interviews mit Lehrenden und Studierenden der PH Wien, die mit E-Portfolios arbeiten bzw. gearbeitet haben, für seine Dissertation. Neben Klaus Himpsl-Gutermann war einer der Interviewpartner Reinhard Bauer vom ZLI, der neben seinen eigenen E-Portfolio-Erfahrungen über zwei aktuelle ZLI-Projekte Auskunft gab: das interne Entwicklungsprojekt EPOS (E-Portfolios in der Schulpraxis) und das Erasmus+ Projekt PREPARE (Promoting Reflective Practice in the Training of Teachers using ePortfolios), das im Jänner 2016 offiziell beginnen wird.

Auch aus anderen Instituten bzw. Bereichen der PH Wien stellten sich Kolleginnen und Kollegen für Interviews zur Verfügung:

  • Barbara Bartmann vom Institut für Berufsbildung (Interviewschwerpunkt: Bereitschaft der Lehrenden, mit E-Portfolios zu arbeiten)
  • Hedy Wagner vom Institut für Weiterführende Qualifikationen und Bildungskooperationen (Schwerpunkt: Portfolioarbeit mit Studierenden, Teaching Portfolio)
  • Ronnie Kemsies vom Institut für Allgemeinbildung in der Sekundarstufe (Schwerpunkt: eportfolios in the students’ practical teacher training)
  • Bence Lukacs als Absolvent der Lehramtsausbildung für die Neue Mittelschule (Schwerpunkt: Studierendenperspektive und Weiterverwendung des E-Portfolios)

Der Besuch aus der Schweiz gab Lehrenden und Studierenden der PH Wien die Möglichkeit, von Dominique-Alains Expertise hinsichtlich des E-Portfolio-Einsatzes in anderen Ländern und Bildungsbereichen zu profitieren. Als Übersetzer des Sprachpakets von Mahara für Französisch ist Dominique-Alain auch mit der Architektur dieser Plattform und den neuesten Entwicklungen sehr vertraut und wird in den kommenden Jahren – beispielsweise im EU-Projekt PREPARE – mit dem ZLI zusammenarbeiten.

Ein interessantes Zwischenergebnis von Dominique-Alains Forschungstätigkeit bisher ist der Eindruck, dass E-Portfolios von Hochschulen oftmals als „Label“ verwendet werden, mit dem man sich gerne schmückt, es aber in den seltensten Fällen über einzelne Projektinitiativen hinaus zu einer nachhaltigen Verankerung an der Hochschule kommt. Bleibt zu hoffen, dass die PH Wien mit ihren E-Portfolio-Aktivitäten auf dem richtigen Weg ist!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.