E-Portfolio in der Schulpraxis (EPoS)

Projekttitel
E-Portfolio in der Schulpraxis (EPoS): Konzeption, Entwicklung und Implementierung eines Modells für die reflektierte Praxis

Summary
Das Projekt EPoS ist ein Entwicklungsprojekt des Instituts für allgemeine bildungswissenschaftliche Grundlagen und reflektierte Praxis (IBG) und des Instituts für übergreifende Bildungsschwerpunkte (IBS) und sucht nach Möglichkeiten, die Reflexionskompetenz von Studierenden mithilfe des Einsatzes von E-Portfolios in den Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) zu fördern. Ziel sind zunächst die Konzeption, Entwicklung und schrittweise Implementierung eines innovativen E-Portfolio-Modells für das Studienjahr 2015/16, und zwar für das Bachelorstudium Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule Wien, deren zentrales Anliegen die Professionalisierung der Studierenden, insbesondere die Berücksichtigung der EPIK-Domänen (Reflexions- und Diskursfähigkeit, Differenzfähigkeit, Kooperation und Kollegialität, Professionsbewusstsein, Personal Mastery) auf Basis einer inklusiven Wertehaltung unter Berücksichtigung der Diversitätsdimensionen ist.

E-Portfolio in der Schulpraxis (EPoS)

E-Portfolio in der Schulpraxis (EPoS)

Das Projekt basiert auf dem Konzept der „Reflexiven Praxis“ (Bräuer 2014) und richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure, die an den PPS beteiligt sind (Praxisberater/innen, Praxislehrer/innen und Studierende). Gleichzeitig bietet es interessierten Studierenden die Möglichkeit, als Tutorinnen und Tutoren bereits erworbenes theoretisches und praktisches Wissen zur E-Portfolio-Arbeit mit Mahara in Form von regelmäßig durchgeführten offenen Werkstätten („Tutorien“) an Mitstudierende weiterzugeben, gemeinsam mit ihnen anzuwenden und kritisch zu reflektieren.

Ein wesentlicher pädagogischer Ansatz des Projekts EPoS findet sich im Peer-to-Peer-Learning: Die Arbeit an E-Portfolios fördert und unterstützt die Studierenden sowohl bei der problem- und handlungsorientierten Auseinandersetzung mit Erfahrungen im Feld Schule als auch bei der systematischen Dokumentation und gemeinsamen Reflexion. Das Projekt knüpft damit bei den Praxiserfahrungen der Studierenden an, fördert die peergeleitete Auseinandersetzung und vernetzt die Studierenden mit dem Ziel der gemeinsamen Reflexion unterrichtlichen Handelns. Neben dem Dokumentieren, Analysieren und Evaluieren eigener Erfahrung in Form von Reflexions-, Entwicklungs- und Präsentationsportfolios nimmt der durch die Arbeit mit der E-Portfolio-Software Mahara vereinfachte Austausch unter den Studierenden einen bedeutenden Stellenwert ein, da hier besondere Chancen durch Peer-to-Peer-Learning gesehen werden: Das Projekt EPoS ermöglicht und fördert somit nicht nur eine Vernetzung der Peers, sondern verknüpft v.a. formelles und informelles Lernen und leistet so einen wesentlichen Beitrag zu der im Curriculum für das Bachelorstudium Primarstufe angeführten Kerndisziplin des Personal Mastery.

Projektmitarbeiter/innen
Dipl.-Päd. Barbara BARTMANN, MSc
Mag. Dr. Klaus HIMPSL-GUTERMANN, MSc

Dipl.-Päd. Harald KNECHT, BA, MA
Dipl.-Päd. Peter RATHAMMER, MA
MMag. Dr. Marianne ULLMANN, MSc
Dipl.-Päd. Oliver WAGNER

Projektportfolio auf Mahara
EPoS Projektdokumentation

(Inter-)Nationale Präsentationen und Veröffentlichungen zum Projekt
Petra SZUCSICH
„Active in Languages, Inter-Active in Teaching“, Wroclaw (Breslau), Polen (24. und 25. Oktober 2015)

Harald KNECHT & Peter RATHAMMER
„Pädagog_innen-Bildung NEU“ setzt auf digitale Medien (in: Lehrende arbeiten mit dem Netz, 2015, S. 237-239)

Kontakt: Mag. Dr. Reinhard Bauer, MA