Heimlich, still und leise …

25. Juli 2017

… fiebert das Future Learning Lab Wien seiner Eröffnung Mitte September entgegen. Heute Mittag konstituierte sich der Lenkungsrat des gemeinsamen Lernraums des Vereins zur Förderung digitaler Bildungsangebote und der Pädagogischen Hochschule Wien.

von links nach rechts: Thomas Nárosy, Patrick Zöhrer, Walter Swoboda, Ruth Petz, Klaus Himpsl-Gutermann und Adib Reyhani

Laut Kooperationsvereinbarung und Geschäftsordnung des FLL bestimmt ein Lenkungsrat über die Geschicke des Future Learning Labs, der paritätisch aus je drei Mitgliedern aus dem Vereinsvorstand (Harald Nagl – heute verhindert, Patrick Zöhrer und Adib Reyhani) und der PH Wien besteht (Rektorin Ruth Petz, Institutsleiter Walter Swoboda, Zentrumsleiter Klaus Himpsl-Gutermann). Das operative Geschäft des Labs koordinieren Thomas Nárosy (für den Verein) und Hermann Morgenbesser (für die PH Wien – heute ebenfalls verhindert).

Die etwas ruhigeren Wochen seit Vorlesungsschluss Ende Juni an der PH wurden im FLL genutzt, um weitere Vorbereitungen für den Start zu Beginn des nächsten Studienjahres zu treffen. Dies betrifft einerseits die Finalisierung der inhaltlichen Konzeption, der Ziele und Aktivitäten dieses Labs. Das FLL soll den „State-of-the-art“ eines didaktisch durchdachten Lernraums repräsentieren, in dem innovative Didaktik, Medienbildung und die Aneignung digitaler Kompetenzen eine hohe Prioriät haben. Besucher/innen, Studierende, Schüler/innen, Lehrer/innen, Hochschullehrende sollen die Möglichkeiten entdecken können, die eine technologisch professionelle und didaktisch konsequent an den Lernenden orientierte Lernumgebung bieten kann. Darüber hinaus soll das FLL E-Learning-Expertinnen und -Experten national und international als „Innovation Hub“, Begegnungs- und Vernetzungsraum und Experimentierwerkstatt für bildungstechnologische und medienpädagogische Forschung dienen. In der Woche vom 11. September 2017 ist die Eröffnung geplant, bis dahin wird auch das inhaltliche Gesamtkonzept finalisiert sein und über eine Webseite öffentlich zur Verfügung stehen. In der Woche der Medienkompetenz soll am 16. und 17. Oktober eine erste große Veranstaltung zum Thema „Future Learning“ folgen.

Besichtigung der umgebauten FLL-Räume – frisch ausgemalt und gereinigt, aber noch leer präsentiert sich das FLL Hermann Morgenbesser, Walter Swoboda, Klaus Himpsl-Gutermann, Adib Reyhani und Thomas Nárosy

Daneben sind der Umbau und die Einrichtung der Räume wichtige Aufgaben, die seit mehreren Monaten durch Stefan-Daniel Katzenbeißer (Verwaltungsmitarbeiter PH Wien) zusammen mit Klaus Himpsl-Gutermann (Leiter des ZLI) koordiniert werden. Anregungen dafür wurden nicht nur im FCL-Konzept des European Schoolnet (EUN) in Brüssel eingeholt, sondern auch in einem Labor in Setubal in der Nähe von Lissabon, in der Medienwerkstatt der PHDL in Linz und im A1 Campus Wien. Bei einem Lokalaugenschein konnten sich Mitglieder des Lenkungsrates vom Zwischenstand im FLL überzeugen: Die Räume im Haus 5 am Campus der PH Wien sind umgebaut, Zwischenwände entfernt, EDV-Verkabelung erneuert, Wände neu ausgemalt – das heißt das Lab ist bezugsfertig! Neben einem großen Seminarraum (exchange, interact & present), einem etwas kleineren Gruppenraum (investigate & develop), wird auch ein dritter kleiner Raum mit „green screen“ (create) zur Verfügung stehen. Daneben gibt es drei Büros, die von den beiden FLL-Koordinatoren und Teammitgliedern des ZLI genutzt werden. Nächste Woche werden Beamer und interaktive Displays von projektor.at Präsentationstechnik GmbH, einem wichtigen Kooperationspartner des FLL, geliefert und montiert sowie vom EDV-Team der PH Wien in Zusammenarbeit mit dem IT-Dienstleister Koschier und Netzwerktechnik Traub Internetanbindung und WLAN bereitgestellt. Tische, Stühle und Polstermöbel von Mayr Schulmöbel werden im September erwartet. Von den Mitgliedern und Kooperationspartnern des Vereins zur Förderung digitaler Bildungsangebote (A1, Apple, Google, IBM, Microsoft, Samsung, T-Mobile, FLIP Erste Financial Life Park, Industriellenvereinigung und McWerk) werden vorwiegend Sachmittel wie beispielsweise Smartphones, Tablets oder WLAN-Würfel für den mobilen Einsatz des FLL (beispielsweise an Schulen) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Rektorin Ruth Petz (PH Wien) unterzeichnet die FLL-Kooperationsvereinbarung

Der Eröffnung des Future Learning Labs im September geht eine etwa zehnmonatige gemeinsame Entwicklungsarbeit voraus. Wichtige Meilensteine waren die Verankerung des FLL Wien in der Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0 – jetzt wird’s digital“ des Bundesministeriums für  Bildung im Januar 2017, eine öffentliche Präsentation des innovativen Vorhabens durch das BMFJ im April 2017 sowie schließlich die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Verein zur Förderung digitaler Bildungsangebote und der Pädagogischen Hochschule Wien im Juni 2017, in deren Ausgestaltung auch die beiden Bundesministerien für Bildung sowie für Familien und Jugend eingebunden waren.

Weitere Informationen folgen laufend hier über den ZLI-Blog bzw. über futurelearning.at, die Webseite des Vereins, ehe dann Mitte September das FLL mit einer eigenen Webseite online gehen wird. Stay tuned!

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