Schulbesuch im „Embracing Technology“-Projekt: Honig, Kerzen und digitale Tools – ein fächerübergreifendes Projekt mit Praxisbezug
Wie können digitale Werkzeuge praxisnahe Lernprozesse unterstützen und unterschiedliche Unterrichtsfächer miteinander verbinden? Die Kaufmännische Schulen des BFI Wien zeigten im Rahmen des Projekts Embracing Technology, wie ein gesamter betrieblicher Arbeitsprozess mit digitalen Technologien abgebildet und im Unterricht erlebbar gemacht werden kann.
Bei einem Schulbesuch des Projektteams der Pädagogischen Hochschule Wien wurde ein beeindruckendes fächerübergreifendes Projekt vorgestellt, das die Schülerinnen und Schüler entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Produkts begleitete. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Honig. Von der Herstellung verschiedener Honigsorten und Kerzen über die Produktgestaltung bis hin zu Marketing und Verkauf durchliefen die Schülerinnen und Schüler sämtliche Schritte eines realitätsnahen Geschäftsprozesses. Dabei wurden unterschiedliche digitale Tools eingesetzt, um Arbeitsabläufe zu planen, Inhalte zu dokumentieren, Verkaufsunterlagen zu erstellen und die Zusammenarbeit innerhalb der Projektgruppen zu unterstützen.
Lernen entlang eines realen Geschäftsprozesses
Besonders hervorzuheben ist die enge Verzahnung mehrerer Unterrichtsgegenstände. Fachliche Inhalte aus Betriebswirtschaft, Marketing, Kommunikation, Digitalisierung und weiteren Bereichen wurden in einem gemeinsamen Projekt zusammengeführt und unmittelbar angewendet.
Die Schülerinnen und Schüler entwickelten Produkte, führten Verkaufsgespräche, erstellten Verkaufsunterlagen und setzten sich intensiv mit wirtschaftlichen Fragestellungen auseinander. Durch den praxisorientierten Zugang konnten theoretische Inhalte direkt in einem authentischen Kontext angewendet werden.
Digitale Werkzeuge als Unterstützung
Im Rahmen des Projekts konnten Lizenzen für verschiedene digitale Werkzeuge angeschafft werden, die die Umsetzung des Projekts wesentlich unterstützten. Die eingesetzten Tools ermöglichten es den Schülerinnen und Schülern, ihre Arbeit professionell zu organisieren, kreativ zu gestalten und Ergebnisse effizient zu dokumentieren und zu präsentieren.
Die Hospitation zeigte eindrucksvoll, wie digitale Technologien nicht isoliert eingesetzt werden müssen, sondern einen Mehrwert schaffen können, wenn sie sinnvoll in reale Lern- und Arbeitsprozesse eingebunden werden.
Das Fazit
Das Projekt verdeutlichte, wie fächerübergreifender Unterricht durch digitale Technologien bereichert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten eigenverantwortlich an einem gemeinsamen Ziel, entwickelten praxisrelevante Kompetenzen und erhielten wertvolle Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge. Gleichzeitig zeigte sich, dass digitale Werkzeuge nicht Selbstzweck sind, sondern dort ihre größte Wirkung entfalten, wo sie kreative Prozesse, Zusammenarbeit und die Verbindung von Theorie und Praxis unterstützen.
Das Projektteam des Future Learning Lab Wien (FLL) und der Pädagogischen Hochschule Wien bedankt sich herzlich bei den engagierten Lehrpersonen Susanne Gruber und Claudia Zekl für die hervorragende Zusammenarbeit, die innovativen Ideen und die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts. Die entstandenen Konzepte und Erfahrungen liefern wertvolle Impulse für Schulen in ganz Österreich und zeigen eindrucksvoll, wie zukunftsorientierter Unterricht gestaltet werden kann.
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