BMB-Pressetermin: „Denken lernen, Probleme lösen“

4. September 2017

Am 31. August fand im Lego Education Innovation Studio (EIS) der PH Wien ein BMB-Pressetermin zum Projekt „Denken lernen, Probleme lösen“ mit Frau Bundesministerin für Bildung, Dr.in Sonja Hammerschmid, statt.

„In 169 Gymnasien und Neuen Mittelschulen in ganz Österreich gibt es erstmals das Fach ‚Digitale Grundbildung‘. Und auch unsere Jüngsten lernen immer besser, mit Technologie umzugehen. Davon konnte ich mich heute an der PH Wien beim Besuch des ‚Education Innovation Studios‘ überzeugen. Nur mit digitaler Bildung können wir sicher sein, dass unsere Kinder ein Leben lang mit den neuesten Entwicklungen Schritt halten.“ (aus dem Facebook-Blog von Sonja Hammerschmid)

Im Anschluss an den Pressetermin fand ein Erfahrungsaustausch zum Thema Digitale Grundbildung mit Vertreterinnen und Vertretern der PH Wien sowie des Ministeriums statt.

Das Projekt „Denken lernen, Probleme lösen“ ist eines der Schwerpunktprojekte des BMB in der Primarstufe. Ausgehend von diesem Pilotprojekt, an dem 13 Pädagogische Hochschulen und mehr als 100 Volksschulen teilnehmen, sollen in den nächsten Jahren nach und nach alle Volksschulkinder österreichweit mit den Grundlagen des informatischen Denkens in Berührung kommen. In den Einführungsworkshops (Train the Trainer-Konzept) wird jedoch nicht mit einem verkürzten Programmierbegriff gearbeitet, sondern in den Lehr-/Lernprozessen wird in mehreren Stufen auf ein vertieftes Verständnis Wert gelegt, zu dem das genaue Erfassen und Analysieren der Problemstellung genauso gehört wie das Finden variantenreicher, kreativer Ideen und Lösungen. Nebenbei werden wichtige Fähigkeiten trainiert, wie beispielsweise das genaue Beobachten und in eigenen Worten Zusammenfassen von Abläufen oder das Präsentieren eigener Lösungsansätze in der Klasse. Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier unter http://zli.phwien.ac.at/projekt/dlpl/.  Wichtiger Kooperationspartner bei diesem Projekt ist DavinciLab, die ihrerseits im MadeByKids-Projekt in Zusammenarbeit mit dem SSR Wien in 10 Schulen tolle Erfahrungen sammeln konnten. Beim Besuch der Bildungsministerin war auch der ORF dabei und berichtete in der ZIB 1 mit einer Kurzzusammenfassung zu den Initiativen der Digitalen Bildung zum Schulstart:

ORF-Beitrag in der ZIB 1 – in der TVThek nur bis 10.09.2017 abrufbar

Neben DLPL und der im TV-Beitrag erwähnten verbindlichen Übung „Digitale Grundbildung“ in der Sek 1 ist ein „Zertifikat Digikomp-P“ eine weitere wichtige Maßnahme, in die alle Pädagogischen Hochschulen Österreichs eingebunden sind. Dabei werden Fortbildungsangebote aus dem Bereich Digitaler Kompetenzen für Lehrkräfte österreichweit auf einer Plattform gesammelt und können so – insbesondere von Junglehrer_innen in den ersten drei Berufsjahren – zu einem Zertifikat mit mindestens 6 ECTS gesammelt werden. Weitere Bestandteile der Maßnahme sind ein neuer DigiCheck für Pädagog_innen sowie ein begleitendes E-Portfolio, das den Einsatz im Unterricht dokumentiert und reflektiert.

Zwei wichtige Maßnahmen werden an der PH Wien gesetzt. Zum einen können Volksschullehrer_innen sich zu einem Weiterbildungslehrgang „Digitale Medienbildung in der Primarstufe“ anmelden, der in drei Semestern und 20 ECTS alle wichtigen Bereiche abdeckt: Einführung in schulische Medienbildung, Digital Lehren und Lernen (allgemein und im Fach), Digitale Medienproduktion und Professionalisierung. Weitere Infos zum Lehrgang und Anmeldung zu Infoveranstaltungen hier unter http://zli.phwien.ac.at/dig-p-infoveranstaltung_sept/

Auch in der Primarstufenausbildung setzt die PH Wien Impulse in der Medienbildung. So wird ab Oktober 2018 ein Schwerpunktfach „Digitale Medienbildung“ (80 ECTS) angeboten werden, das die bisherigen bestehenden vier Schwerpunkte ergänzen wird. Studierende des Volksschullehramts können sich ja seit der Curriculumsreform vom 5. bis 8. Semester für einen Schwerpunkt entscheiden. Weitere Informationen hierzu folgen hier in Kürze.

 

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